

Waldkauz Autobahn A51 – als Name dient der Fundort – wurde vermutlich angefahren. Er muss ein paar Tage zur Beobachtung bleiben und kann dann hoffentlich wieder ausgewildert werden.

Die Ärzte der Zootierklinik entscheiden, ob ein Tier wieder fit für die freie Wildbahn ist. Wie etwa beim Waldkauz Embrach, der bereits seit einer Woche in der Greifvogelstation gepflegt wird. Er hat ein Auge verloren und muss heute Nachmittag zur Augenärztin. Sieht er mit dem einen Auge gut genug, kann er wieder zurück in die Freiheit.


Seit fünf Jahren kastriert die Zootierklinik Zürich in den Sommermonaten Schildkröten. «Dadurch verändert sich das Verhalten der Tiere. Sie werden sanftmütiger, beissen sich seltener gegenseitig in den Hals und können wieder in der Gruppe gehalten werden», erklärt Oberarzt Samuel Frei.



Heute wird Sumpfschildkröte Doug kastriert. Oberarzt Samuel Frei und Assistenzärztin Nicole Schmid operieren ihn heute. Nach der Narkose wird Doug noch beatmet, bis er wieder wach ist.



Aus der Röntgenstation ist gerade auch der Sperber mit dem Namen Romanshorn gekommen. Er wurde vor zwei Wochen mit einem gebrochenen Flügel gefunden. Jetzt trägt er eine Art Exoskelett, das seine Knochen zusammenhält.



«Schon komisch, im einen Zimmer operieren wir Mäuse, im anderen verfüttern wir sie an Greifvögel.» Behandelt werden hier die Tiere, die den Menschen etwas bedeuten. Das sind seltene Greifvögel und eben alle möglichen Haustiere, die den Besitzern am Herzen liegen.

Reporatage Zürcher Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere. Text: Rahel Schmucki
Migros Magazin 28. September 2020